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Zecken
Das Wichtigste über
ZECKEN

Zusammenfassung des Vortrages von
Dr. med.
Norbert Satz, Zürich
gehalten am 7. Mai 2005. im Buchserhof Buchs
vor dem Forum 60Plus Werdenberg-Sarganserland
1. Arten von Erkrankungen durch Zecken
1.1. Meistens passiert nach einem Zeckenbiss glücklicherweise gar nichts!
1.2. Lyme-Borreliose
- jährlich einige tausend Fälle in der ganzen Schweiz (praktisch flächendeckend)
- Ausgelöst durch Bakterien, deshalb durch Antibiotika gut behandel- und heilbar
- Behandlung
soll möglichst frühzeitig beginnen. zusätzliche
Infos
1.3. Frühsommer-Meningoenzephalitis,
kurz FSME
- Hirnhautentzündung, relativ selten, aber wesentlich gefährlicher, jährlich 150 Fälle in der Schweiz
- nur in bestimmten Gebieten, Werdenberg-Sarganserland ist eines dieser Risikogebiete
- keine Behandlung möglich, da Viruserkrankung
- bleibende Schäden bis Invalidität bei einem Viertel der Erkrankten
- Imfpung
möglich und in Risikogebieten sehr empfohlen, gut verträglich
und ohne Nebenwirkungen zusätziche
Infos
2. Welche Zecken sind gefährlich?
- nicht die grossen, sondern die sehr kleinen Zecken, 0,5 mm bis 2 mm
- sie sind praktisch unsichtbar, und man spürt sie auch nicht auf dem Körper
3. Wie schütze ich mich gegen Zecken?
- Zecken halten sich in der Natur nur bis zu einer Höhe von max 80 cm über dem Boden auf
- Kopf, Schultern und Oberarme müssen deshalb nicht besonders geschützt werden
- guter Schutz der Füsse und Beine, vor allem der Übergang Schuhe/Socken/Hose
- gründliches Abduschen und Abfrottieren des ganzen Körpers (die Zecken wandern auf der Haut von der "Landestelle" an aufwärts)
- Besondere Beachtung der Problemstellen: Kniekehlen, Schamgegend, Bauchnabel, Achselhöhlen, Nacken und Haaransatz
4. Warum sind Zecken für Menschen gefährlich?
- Zecken brauchen ein bisschen Blut, was uns eigentich nicht schaden würde
- Zecken saugen nicht nur Blut, sondern entleeren gleichzeitig ihren Darminhalt, der mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit die unter Punkt 1 erwähnten Krankheitserreger enthalten kann
- sie sind praktisch unsichtbar. Man spürt sie nicht, und selbst der Stich ist überhaupt nicht zu spüren (dies ist ein Schutzmechanismus der Zecke, da sie bei Entdeckung praktisch keine Überlebenschance mehr hätte)
- sie setzen sich an schwer zugänglichen und schwer einsehbaren Körpergegenden fest, wie Kniekehlen, Schamgegend, Bauchnabel, Achselhöhlen, Nacken und Haaransatz
5. Was tun nach einem Zeckenstich?
- Zecke sofort bei Enteckung selbst entfernen, nicht warten, kein Arztbesuch notwendig
- normal rausziehen, gleich bei der Einstichstelle fassen (am besten mit Pinzette)
- selbst wenn der Saugrüssel abbricht, ist dies nicht problematisch, da die eventuell vorhandenen Krankeitserreger im Zeckenkörper, nicht im Rüssel, sind
- ein sofortiger Arztbesuch ist aus folgenden Gründen unnötig:
- in über 90 % der Fälle passiert sowieso nichts
- beim (sehr geringen) Risiko, FSME-Viren gekriegt zu haben, wäre es für eine nachträgliche Impfung zu spät.
- Im Falle der Lyme-Borreliose kann diese bei Ausbruch dieser Krankheit erfolgreich mit Antibiotika bekämpft werden. Eine rein vorbeugende Antibiotika-Behandlung ist nicht notwendig und nicht sinnvoll
- Arztbesuch,
nur wenn sich nach einiger Zeit Krankheitssymptome zeigen (v.a.
sich ausbreitende Hautrötung um Einstichstelle, oder auch andere ungewohnte
Beschwerden.
weitere
Informationen über Zecken

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