CVP Neujahrsbegrüssung 07: ein gelungener Start ins Wahljahr

Der Auftakt ins Wahljahr 2007 ist der CVP Werdenberg geglückt. An der gut besuchten Neujahrsbegrüssung im Saxerriet sorgten neben einem ansprechenden Rahmenprogramm auch die positiven Voten der zahlreich vertretenen prominenten Gäste für eine ausgezeichnete Stimmung.

Der Präsident der organisierenden CVP-Ortspartei Sennwald, Max Michl, konnte in der Reithalle der Strafanstalt Saxerriet eine recht stattliche Zahl von Mitgliedern und Gästen zum Glühwein- und Punsch-Apéro begrüssen. Die Gästeliste war lang. Neben den zahlreichen regionalen Mandatsträgern durfte er folgende Persönlichkeiten begrüssen: Regierungsrat Josef Keller, Kantonalparteipräsident Urs Schneider, den Sennwalder Gemeindepräsidenten Hans Appenzeller, die Nationalratskandidaten Hans Frei und Markus Ritter aus dem Rheintal, sowie Valentin Rehli aus dem Sarganserland.

Orientalische Stimmung
Anschliessend pilgerte die Schar in die Räumlichkeiten der Gärtnerei, wo sie eine morgenländische Kulisse empfing. Orientalisch gekleidete Frauen empfingen die Gäste mit Tee und Couscous. Im Verlaufe des Abends führte Denise Stricker in die Geheimnisse des orientalischen Tanzes – auch Bauchtanz genannt – ein. Die interessanten theoretischen Erläuterungen wurden durch praktische Vorführungen ergänzt, und zum Schluss durfte auch das Publikum in einer Einführungslektion erste Bewegungen üben, was bei gewissen älteren Herren doch etwelche Probleme verursachte. Sie bevorzugten dann doch das Zuschauen.

Als Vertreter der Strafanstalt Saxerriet erläuterte Gastgeber Paul Suter den Aufbau, die Funktionsweise und den Alltag der Strafanstalt sowie deren nicht einfache Aufgabe im Bereich des Strafvollzuges und der Resozialisierung der Straftäter. Durch das bevorstehende Wahljahr nahm die Politik einen etwas breiteren Raum ein als üblich. Regionalparteipräsident Josef Dudli empfing drei Nationalratskandidaten der Nachbarregionen Rheintal und Sargans, Valentin Rehli, Hans Frei und Markus Ritter. Da angeblich sein Manuskript zur geplanten Grundsatzrede über das wichtigste regionale Thema, die Sackgebühr, bei der letzten Entrümpelungsaktion im alten Jahr irrtümlich dem Kehricht mitgegeben wurde, ersetzte er seine übliche Ansprache durch eine Moderation des Kurzpodiums mit den drei Kandidaten.

Schweiz ist nicht verlottert!
Aus den Voten aller drei Kandidaten zeigte sich der Wille, aus einer positiven Grundstimmung heraus an konstruktiven Lösungen der anstehenden Probleme mitzuarbeiten. Vom soeben gestarteten Negativwahlkampf der SVP, wo von einer angeblich verlotterten Schweiz die Rede sei, die es angeblich zu retten gelte, distanzierten sich die drei Kandidaten. Mit seinem Schlussvotum bestätigte Kantonalparteipräsident Urs Schneider aus Rüthi die Stossrichtung der CVP: Keine Miesmacherei, keine Weltuntergangsstimmung, sondern konstruktive, positive Lösungsansätze für die unbestreitbar vorhandenen Probleme. Dazu müssen die Mitteparteien gestärkt und die Pole links und rechts geschwächt werden.

In seiner Rede zeigte sich Regierungsrat Josef Keller überrascht vom Grossaufmarsch in einer Region, die ja eher nicht zu den CVP-Hochburgen zähle. Den Grund für diesen Publikumserfolg ortete der bescheidene Josef Keller eher im Bauchtanz und weniger in seinem regierungsrätlichen Auftritt. Beeindruckt sei er durch die Voten der Kandidaten und des Kantonalparteipräsidenten, und die dahinter stehende positive Grundhaltung. Auch er lehnt das Schlechtmachen unseres Landes zu Wahlkampfzwecken ab. Mühe hätte er auch mit derTatsache, dass Mitglieder der Landesregierung ihre Differenzen nicht nur an den Sitzungen austragen würden, was richtig wäre, sondern auch noch nachträglich in der Öffentlichkeit. Und es gehe nicht an, dass sich eine einzelne Person in einer Kollegialbehörde gleich als Retter des Landes aufspiele und alle Fortschritte bis hin zum Wirtschaftsaufschwung als sein Verdienst bezeichne.

Der Döschwo im Saxerriet
Ausserdem kam der Regierungsrat auf seinen allerersten Besuch im Saxerriet zu sprechen. Als frischgebackener Departementssekretär im Justiz- und Polizeidepartement besuchte er zusammen mit dem damaligen Regierungsrat Florian Schlegel das Saxerriet. Da kein offizielles Fahrzeug zur Verfügung stand, fuhr Keller seinen Citroen-2CV, genannt Döschwo, mit Florian Schlegel als Beifahrer. Als sie im Saxerriet mit dem Döschwo auf den Parkplatz kurvten, rief der erste Beamte, der sie entdeckte: „Ah, da kommen sie ja, die zwei Dienstverweigerer!“

Die Bilder:

Teil 1: Apéro in der Reithalle:

 

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